Sun. Jul 14th, 2024
Press conference by NATO Secretary General Jens Stoltenberg ahead of the NATO Summit in Washington. Source: NATO

Washington D.C., 9 July 2024

Secretary General arrives in Washington ahead of NATO Summit, meets with US Secretary of Defense

8 Jul. 2024, 23:15

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    NATO Secretary General Jens Stoltenberg met with US Secretary of Defense, Lloyd J. Austin III in Washington D.C. on Monday (08 July 2024) on the eve of the NATO 75th anniversary Summit.

    Mr. Stoltenberg thanked Secretary Austin for his commitment to NATO and his strong personal leadership on Ukraine, stating that “it really made a difference and enabled us all to provide unprecedented support to Ukraine”. On Ukraine, he condemned today’s “horrendous missile attacks against Ukrainian cities, killing innocent civilians including children”. The Secretary General indicated that, at the Summit, Allies will make decisions to further strengthen NATO’s support to Ukraine.

    They will also address deterrence and defence, and show that NATO has “the forces, the readiness and the capabilities we need to continue to deter any aggressor.” “Allies continue to carry their fair share of the burden,” he added.

    Secretary Austin presented Mr Stoltenberg with the US Department of Defense’s Medal for Distinguished Public Service, the highest award that the department can give to a foreign national.

    Prior to his meeting with Secretary Austin, Mr Stoltenberg participated in a wreath laying ceremony at Arlington National Cemetery. “Thousands of American soldiers who lost their lives on European soil in two world wars rest here,” said the Secretary General. “Tens of thousands more rest in cemeteries on the other side of the Atlantic. We honour their service and sacrifice.”

    On Monday afternoon, Mr. Stoltenberg attended NATO Day at Washington Nationals Stadium, Nationals Park, where he threw the first pitch at a baseball game between the Washington Nationals and the Saint Louis Cardinals. Later on Monday, he will take part in a NATO Parliamentary Assembly reception, hosted by Mike Johnson, Speaker of the US House of Representatives.

    Source – NATO

     


    EU High Representative Borrell travels to Washington to boost Euro-Atlantic cooperation

    The Summit is an opportunity to reinforce the EU-NATO strategic partnership in the context of the ongoing Russian war of aggression against Ukraine, as well as to strengthen relationships with global partners, including in the Indo-Pacific region.  

    Today, High Representative/Vice-President Borrellwill participate in a commemorative event on the 75th anniversary of the North Atlantic Treaty Organisation. He will also deliver a keynote speech at the EU Defence night, gathering various stakeholders from the defence industry. 

    Tomorrow, he will attend a dinner hosted by the President of the United States Joe Biden at the White House. 

    On 11 July, High Representative/Vice-President Borrell will participate, together with Indo-Pacific partners, in the Summit session focused on security challenges in the Euro-Atlantic and Indo-Pacific regions. He will deliver doorstep remarks at ca. 8:00 EST. The same day, the High Representative will speak at the NATO Public Forum

    High Representative Borrell will also hold bilateral meetings with Allies and partners participating in the Summit. 

     


    Pressestatement von Bundeskanzler Scholz vor dem Abflug zum Nato-Gipfel

    Bundeskanzler Olaf Scholz reist zum NATO-Gipfel nach Washington, D.C., bei dem das 75-jährige Bestehen des Bündnisses gefeiert wird. Pressestatement vor dem Abflug im Wortlaut.

    Dienstag, 9. Juli 2024

    Weitere Unterstützung für die Ukraine, Sicherheit für Deutschland und eine stärkere Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten: Vor seinem Abflug zum Nato-Gipfel nach Washington, D.C. hat Bundeskanzler Scholz die Bedeutung des transatlantischen Verteidigungsbündnisses hervorgehoben.

    Mitschrift des Pressestatements

    Bundeskanzler Olaf Scholz: Der diesjährige NATO-Gipfel findet im Zeichen des 75-jährigen Jubiläums statt. Das ist ein wichtiges Ereignis. Die Nato hat in all diesen Jahren gerade für uns in Deutschland Sicherheit, Demokratie und Freiheit garantiert. Es ist auch unverändert die Aufgabe des transatlantischen Bündnisses, dass wir einander beistehen und dass wir damit das, was uns so wichtig ist, unsere Demokratie, unsere Freiheit, verteidigen können.

    Gleichzeitig findet die Tagung in einer Zeit statt, in der in Europa wieder ein Krieg herrscht. Das größte Land Europas, Russland, hat das zweitgrößte Land, die Ukraine, überfallen, um sich in ganz klassischer imperialistischer Manier einen Teil des Landes oder das ganze Land einzuverleiben.

    Es ist deshalb gut und richtig, dass die europäischen Länder und ihre Freunde in aller Welt, einschließlich der Vereinigten Staaten von Amerika, die Ukraine sehr umfassend unterstützen, mit finanzieller Hilfe, mit humanitärer Hilfe, aber eben auch durch Waffenlieferungen. Es ist gut, dass wir das in den letzten Tagen mit einer ganz klaren Botschaft noch einmal verstärkt haben. Wir werden der Ukraine so lange beistehen, wie dies erforderlich ist.

    Die Entscheidung der G7-Staaten, eine gemeinsame Aktivität von Europäischer Union, den Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien, Kanada und Japan zustande zu bringen, um die finanziellen Notwendigkeiten zu gewährleisten, die wir dazu brauchen, ist bemerkenswert. Es geht um 50 Milliarden Dollar, die aus den „windfall profits“ gehebelt und zur Verfügung gestellt werden. Das ist ein klares Zeichen der Solidarität, aber auch eine Botschaft an den russischen Präsidenten, dass er nicht darauf setzen kann, diesen Krieg gewissermaßen auszusitzen und zu warten, bis die Unterstützung für die Ukraine nachlässt.

    Wir haben aus der Zeitenwende, die der russische Angriffskrieg darstellt, auch unsere Konsequenzen gezogen. Deutschland stellt jetzt dauerhaft zwei Prozent seiner Wirtschaftsleistung als Mittel für die Verteidigung zur Verfügung. Das kann man in den Nato-Quoten, die wir gewährleisten, gut sehen. Wir haben mit den Entscheidungen zum aktuellen Haushalt jetzt auch die Grundlage dafür gelegt, dass das dauerhaft sichtbar ist. Denn wir haben klargestellt, dass die Bundeswehr im Jahre 2028, wenn das Sondervermögen aufgebraucht sein wird, einen Haushalt in Höhe von etwa 80 Milliarden Euro haben wird. Das ist auch eine klare Botschaft für die Sicherheit unseres Landes und für die Verteidigungsfähigkeit, die wir brauchen.

    Im Übrigen bin ich sehr froh darüber, dass wir bei diesem NATO-Treffen auch endgültig neue Mitglieder begrüßen können. Nach Finnland ist auch Schweden der NATO beigetreten. Das ist jetzt eine starke Allianz, die in der Lage ist, ihre Aufgaben zu gewährleisten.

    Deutschland wird in dieser Situation eine wichtige Rolle zukommen. Als großes Land mit sehr viel Aufwand und sehr vielen Mitteln, die wir für Verteidigung und Sicherheit zur Verfügung stellen, sind wir auch immer dazu da, anderen die Idee zu geben, dass sie das in gleicher Weise machen und auch dazu beitragen, dass man, wenn es um die Unterstützung der Ukraine geht, das möglich macht, was für einen selbst möglich ist. Dazu zählt insbesondere, Luftverteidigung für die Ukraine zu gewährleisten.

    Natürlich müssen wir innerhalb der Nato in Europa enger zusammenarbeiten. Das gilt für Beschaffung, und das gilt für das, was wir an Munition gemeinsam einsetzen. Das gilt aber zum Beispiel auch für die europäische Luftverteidigung. Deshalb bin ich sehr froh, dass so viele Länder der von Deutschland vorgeschlagenen European Sky Shield Initiative beigetreten sind. Dies wird einen dramatischen Anstieg unserer Sicherheit gewährleisten, weil wir das gemeinsam tun und weil es innerhalb des Rahmens der Nato geschieht.

    Fragerunde:

    Frage: Herr Bundeskanzler, in den USA gibt es eine anhaltende Diskussion um die Fitness des amerikanischen Präsidenten. Sind Sie in Sorge darüber, dass der Gastgeber von den Strapazen dieses Gipfels überfordert sein könnte? Welches Signal würde es aussenden, wenn das so wäre? Die NATO will von diesem Gipfel ja ein Signal der Handlungsfähigkeit und Stärke aussenden.

    Bundeskanzler Scholz: Nein, diese Sorge habe ich nicht. Aus den vielen Gesprächen, die ich mit dem amerikanischen Präsidenten geführt habe, weiß ich, dass er diesen Gipfel sehr gut und sehr präzise mit uns zusammen vorbereitet hat. Viele der Entscheidungen, die jetzt dort getroffen werden und vorbereitet sind, sind ja im engsten Einvernehmen zwischen Deutschland und den NATO entwickelt worden. Insofern wird das auch ein sehr erfolgreicher Gipfel sein.

    Frage: Herr Bundeskanzler, Sie haben die Luftverteidigung angesprochen. Wird während des NATO-Gipfels ein weiteres Paket geschnürt? Wird Deutschland vielleicht weitere Patriot-Systeme liefern können? An welche Länder richtet sich Ihr Appell, dass bei der Luftverteidigung mehr gemacht werden kann?

    Bundeskanzler Scholz: Deutschland ist vorangegangen, indem wir jetzt ein drittes Patriot-System zur Verfügung gestellt haben, das für die Luftverteidigung sehr wichtig ist, neben all den anderen Unterstützungen, die wir für die Luftverteidigung der Ukraine ermöglichen. Dazu zählt ja zum Beispiel auch unser IRIS-T-System, das dort sehr effektiv ist und wegen seiner hohen Effizienz von allen sehr bewundert wird. Dazu zählt auch der Gepard-Panzer, den wir einsetzen, um in kleinerem Rahmen Luftverteidigung zu gewährleisten.

    Wir haben in der Tat aus sehr guten Gründen andere in Europa und anderswo in der Welt gebeten, dass sie mehr für die Fähigkeit der Ukraine tun, sich gegen Raketenangriffe und all die Angriffe, die die ukrainische Bevölkerung jetzt erleiden muss, wehren zu können, und hoffen, dass es mehr Patriot-Systeme aus anderen Ländern gibt. Es bleibt unverändert so, dass die drei Schritte, die wir jetzt gemacht haben, auch gemacht worden sind, damit andere nachziehen.

    Frage: Herr Bundeskanzler, Sie fahren mit einem fertigen Haushaltsplan nach Washington. Der Verteidigungsminister hat sich verärgert darüber gezeigt, dass die Erhöhung seines Etats geringer ausgefallen ist, als er sich das erhofft und gefordert hat. Wie werden Sie den Bündnispartnern erklären, dass diese Erhöhung so gering ausgefallen ist?

    Bundeskanzler Scholz: Die Bundeswehr hat jetzt zwei Quellen, um ihre finanziellen Herausforderungen zu bewältigen und mehr für Verteidigung und Sicherheit zu tun. Das ist zum einen unmittelbar der Haushaltsetat des Verteidigungsministeriums, der im Gegensatz zu vielen anderen Haushaltsetats ansteigt. Er ist schon in den letzten Jahren angestiegen, er ist stabil geblieben, und wir haben ihn jetzt noch einmal erhöht, auch verbunden mit einer klaren Aussage für den gesamten Finanzplanungszeitraum. Hinzurechnen muss man immer, dass wir das Sondervermögen für die Bundeswehr von 100 Milliarden Euro geschaffen haben. Die Aktivitäten des Verteidigungsministers und seines Ministeriums haben dazu beigetragen, dass wir diese Mittel jetzt auch umfangreich nutzen werden, sodass jedes Jahr zu den Mitteln, die direkt aus dem Bundeshaushalt kommen, für das Ressort noch die Mittel aus dem Sondervermögen dazukommen. Nach unseren gemeinsamen Berechnungen wird das etwa im Jahr 2027 aufgebraucht sein, und auch deshalb haben wir mit der Finanzplanung die klare Aussage verbunden, dass der Bundeswehrhaushalt dann 80 Milliarden Euro betragen wird. Das ist dann ja auch die Aussage für die nächsten Jahre.

    Die Bundeswehr kann davon ausgehen, dass Deutschland seine NATO-Quote von zwei Prozent in den nächsten Jahren immer einhalten wird, und deshalb kann sie auch in den ganzen Zwanzigerjahren und in den beginnenden Dreißigerjahren Bestellungen wirksam werden lassen, die für die Sicherheit unseres Landes wichtig sind; denn es geht ja jetzt ja auch darum, dass man jetzt Bestellungen von größeren Serien auslöst, die beschafft werden müssen und die nach und nach geliefert werden, und dass man nicht immer von der Hand in den Mund leben muss, wie das über viele Jahrzehnte hinweg der Fall gewesen ist. Jetzt hat die Bundeswehr erheblich mehr Mittel, als das lange Zeit der Fall war, und es ist ein kurzer Zeitraum, innerhalb dessen sich die Mittel für die Bundeswehr jetzt quasi verdoppelt haben, die jedes Jahr verfügbar sein werden.

    Quelle – Bundesregierung

     

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